Inclusive Accelerator Award
Chancengerechtigkeit und Teilhabe sind nicht nur Grundpfeiler einer offenen Gesellschaft, sondern korrelieren auch mit wirtschaftlichem Erfolg. Mit dem Inclusive Accelerator Award würdigen Handelsblatt und McKinsey Initiativen, die den Tech-Sektor in der DACH-Region nachhaltig stärken, strukturelle Barrieren abbauen und Inklusivität aktiv fördern. Die ausgezeichneten Organisationen tragen signifikant dazu bei, ein inklusives und zukunftsfähiges Start-up-Ökosystem zu schaffen, indem sie vielfältigen Talenten den Zugang erleichtern und so die Grundlage für die nächste Generation technologischer Innovationen legen.
Purpose
Studien haben gezeigt, dass Chancengerechtigkeit und Teilhabe mit wirtschaftlichem Erfolg korrelieren – zu diesem Ergebnis kam auch die McKinsey-Studie „Diversity wins“ bereits im Jahr 2020. Neuere Analysen unterstreichen zudem die gesamtwirtschaftliche Wirkung: Allein die Dimension der sozialen Herkunft stellt beispielsweise weiterhin eine so große Barriere für wirtschaftliche Teilhabe dar, dass sich die europäische Wertschöpfung durch eine gezielte Förderung der sozialen Mobilität um bis zu 9 % steigern ließe.
Im Tech-Sektor wird besonders deutlich, wie groß das ungenutzte Potenzial ist. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass der Anteil von Frauen in Kern-Tech-Rollen in Europa in den vergangenen drei Jahren von 22 % auf 19 % gesunken ist. Und das, obwohl so viele Frauen wie nie zuvor MINT-Studiengänge absolvieren. Die Herausforderung liegt damit nicht im Talentnachschub, sondern in strukturellen Hürden beim Einstieg, in der Weiterentwicklung und beim Zugang zu strategisch relevanten Rollen.
Gleichzeitig ist der Zugang zur unternehmerischen Welt ungleich verteilt. Menschen ohne akademische Ausbildung, ältere Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Frauen stoßen oft auf größere Hürden. Dabei würde gerade mehr Vielfalt der Gründungslandschaft guttun. Allein in Deutschland könnten über ein inklusiveres, besser vernetztes Start-up-Ökosystem bis 2030 über 41.000 neue Start-ups entstehen.
Um diese Entwicklung voranzutreiben, haben Handelsblatt und McKinsey im Jahr 2019 einen Award für Female Founder ins Leben gerufen – und ihn kontinuierlich zum heutigen Inclusive Accelerator Award weiterentwickelt. Ziel ist es, Initiativen auszuzeichnen, die strukturelle Barrieren abbauen und durch die Förderung von Vielfalt, Gerechtigkeit und Teilhabe den Tech-Sektor nachhaltiger, innovativer und wettbewerbsfähiger gestalten.
2026
Finalisten 2026
Finalist 2026
Black in Tech Berlin ist ein inklusives Tech-Ökosystem, das strukturelle Barrieren für afrikanische und internationale Tech-Talente in Deutschland abbaut und ihnen Zugang zu Mentoring, Karrierechancen, Unternehmertum und relevanten Netzwerken ermöglicht. Durch die Community-Plattform, inklusive Tech-Veranstaltungen und internationaler Partnerschaften, stärkt Black in Tech ein vielfältigeres, innovativeres und global vernetztes Startup-Ökosystem in Deutschland und darüber hinaus. Gleichzeitig schafft Black in Tech Berlin nachhaltige Verbindungen zwischen Berlin und afrikanischen Technologiemärkten.
Finalist 2026
Female Founders ist die größte Community für Frauen im Bereich Tech, Kapital und Innovation Europas – und bricht seit 10 Jahren die strukturellen Barrieren auf, die Gründerinnen den Weg in die Startup-Szene versperren. Mit dem von den Initiatorinnen selbst gelaunchten Investmentfonds Fund F (EUR 28 Mio, EIF backed) setzt Female Founders genau dort an, wo Wandel am dringendsten gebraucht wird: beim Kapital.
Mit einer Community von 87.000+ Mitgliedern, 175+ Partnerunternehmen und einem Netzwerk von 500 VC-Funds bauen sie bislang fragmentierte Einzelinitiativen paneuropäisch zu einem Organismus zusammen – für ein resilientes, gleichberechtigtes, standortstarkes Europa.
Finalist 2026
Inklupreneur setzt sich für mehr Inklusion in der Arbeitswelt ein, indem Unternehmen dabei unterstützt werden, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und eine offene Unternehmenskultur zu fördern. Durch die Vermittlung von Talenten an Arbeitgebende und den Abbau von Berührungsängsten trägt Inklupreneur zu echter Teilhabe und einer vielfältigeren Arbeitswelt bei. Besonders zeichnet sich Inklupreneur durch den Einsatz von Peer-Mentoring aus, bei dem Menschen mit Behinderungen aktiv in Coachingprozesse eingebunden werden. Durch persönliche Begegnungen und den Austausch von Erfahrungen und Perspektiven werden Barrieren sichtbar gemacht und schrittweise abgebaut.
Ablauf
Bewerbungsphase bis
29. Mai 2026
Nominierung der
TOP 3Juli 2026
Jurysitzung
16. September 2026
Preisverleihung
5. November 2026
TEILNAHMEBEDINGUNGEN | INCLUSIVE ACCELERATOR AWARD
Bewerben können sich alle Initiativen, die den Tech-Sektor in der DACH-Region durch ihr Engagement in mindestens einer Diversitätsdimension stärken. Der Inclusive Accelerator Award berücksichtigt alle sieben Diversitätsdimensionen gemäß der Definition der Charta der Vielfalt e.V.: Alter, ethnische Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtliche Identität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierung sowie soziale Herkunft. Die sich bewerbenden Initiativen können jede Organisationsform haben und sich auf unterschiedlichste Aspekte des Tech-Ökosystems konzentrieren (z. B. Vernetzung von Talenten, Entwicklung von Gründerinnen und Gründern oder Start-up-Förderung und -Finanzierung)
Bewertungskriterien
Alle Bewerbungen von Initiativen werden anhand der folgenden fünf Kriterien bewertet:
- Purpose (Zweck und Zielsetzung – Warum?)
- Scope (Umfang und zentrale Maßnahmen – Was?)
- Distinctiveness (Alleinstellungsmerkmal, z. B. besondere Innovation, Kreativität, Zugang zu Ressourcen, Skalierbarkeit, Integrierbarkeit – Wie?)
- Impact (Quantifizierte unternehmerische, soziale und/oder gesellschaftliche Wirkung – Wie wirksam?)
- Strategic Outlook (Wie geht es weiter?)
Bewerbungsprozess
Die Bewerbungsphase beginnt am 16. März 2026 und läuft bis zum 29. Mai 2026. Interessierte Initiativen können sich über das Online-Formular auf der Website von The Spark bewerben.
Die Finalisten präsentieren ihre Initiative persönlich vor einer Jury aus führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Medien. Die Teilnahme an der Jurysitzung und der Preisverleihung ist Teil des Auswahlprozesses.
Die Nominierung als Finalist setzt die Einreichung eines Fotos und einer schriftlichen Beschreibung voraus sowie die persönliche Anwesenheit eines Mitglieds der Führungsebene Ihrer Organisation bei der Jurysitzung am 16. September 2026 in Düsseldorf und bei der Preisverleihung am 5. November 2026 in München. Die Anwesenheit ist verpflichtend. Bei Nichterscheinen erfolgt die Disqualifikation. Anfallende Kosten für An- und Abreise sowie Übernachtung werden nicht übernommen.
DATENSCHUTZ
Mit dem Ausfüllen der Unternehmensangaben und dem Absenden der Bewerbung erklärt sich die Bewerberin bzw. der Bewerber mit dem Bewerbungsprozess einverstanden und willigt in die Verwendung ihrer bzw. seiner Daten im Bewerbungsprozess ein.
Mit dem Absenden der Bewerbung erklärt sich die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer damit einverstanden, dass die Handelsblatt GmbH, der Partner McKinsey, das Nominierungskomitee und die Mitglieder der Jury die eingereichten Inhalte sichten und bewerten und dass die Handelsblatt GmbH und der Partner McKinsey die Teilnahme des Unternehmens in einer Kurzvorstellung einschließlich Bildern und Logo veröffentlichen und in weitere werbliche Maßnahmen einbinden.
Die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer räumt der Handelsblatt GmbH, dem Partner McKinsey, dem Nominierungskomitee und der Jury die hierfür erforderlichen Nutzungsrechte ein.
Wir versichern, dass wir Ihre Unterlagen streng vertraulich behandeln. Alle Einreichungen, die es nicht in die finale Auswahlrunde schaffen, werden ohne Ihre schriftliche Zustimmung weder weitergegeben noch veröffentlicht.
Sollte die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer dennoch eine schriftliche Vertraulichkeitsvereinbarung benötigen, kann sie bzw. er diese unter the-spark@handelsblatt.com anfordern. Senden Sie einfach eine kurze E-Mail mit Ihrem Namen und dem Projektnamen. Wir senden Ihnen gerne ein von uns unterzeichnetes Dokument zu.
Das Handelsblatt, der Partner McKinsey und die Mitglieder der Jury behalten sich das Recht vor, Einreichungen auszuschließen, die als nicht geeignet erachtet werden oder die Bewerbungskriterien nicht erfüllen.
Das Handelsblatt haftet nicht für den Verlust oder die Unvollständigkeit der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern übermittelten Daten, es sei denn, der Verlust oder die Unvollständigkeit beruht auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten der Veranstalter oder ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies gilt auch für die Preisgabe von Informationen durch Dritte aufgrund technischer Fehler bei der Datenübertragung und/oder unbefugten Zugriffs.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
DEI Accelerator Award